Wissen Archive - Michael Gerhardy

Kategorie: Wissen

Alles über LED Lampen

Der 10. Juli 2007 war für die LED Lampen das wohl wichtigste Datum seit der Erfindung der LED-Technik. An dem Tag veröffentlichte die EU-Kommision einen Artikel mit der Absicht, dass die Treibhausgase bis 2020 um 20% gesenkt werden sollen. Was hat diese Veröffentlichung nun mit LED Lampen zu tun? Nun, einen großen Beitrag dazu soll das schrittweise Abschaffen von Glühlampen beisteuern. Wenn also traditionelle Glühlampen nicht mehr erhältlich sind, entsteht Platz für neue Technologien – die LED Lampen! Aber warum ist die LED Technik effizienter als herkömmliche Glühbirnen ?

Die Technik hinter den LED Lampen

Bei einer normalen Glühbirne fließt durch einen Draht elektrischer Strom. Da dieser Draht einen gewissen Widerstand besitzt, nimmt er Energie aus dem elektrischen Netz auf. Der Draht erhitzt sich bis zu 2500° C und beginnt zu glühen.  Damit der Draht nicht verglüht, wird der Draht häufig aus Wolfram hergestellt. Das Glühen ist das Licht, das wir zur Beleuchtung nutzen. Die Leistung wurde entsprechend auf der Verpackung angegeben bzw. wurde auf die Lampe aufgedruckt und lag meistens zwischen 25 und 200 Watt. Je mehr Watt, desto heller leuchtet die Lampe. Das Problem daran ist, dass nur 2-3 % der Energie in Licht umgesetzt werden. Der Rest wird in nutzlose Wärme umgewandelt.

Anders verhält es sich bei LED Lampen. LEDs (light-emitting diode) sind Halbleiterelemente, die beim Anlegen einer Spannung Licht aussenden. Je nach verwenden Materialen kann man verschiedene Farben erzeugen. Häufig werden blaue LEDs benutzt, die durch die Überlagerung eines gelben Leuchtstoffes ein weißes Licht ergeben. Da LEDs mit einer geringen Gleich-Spannung betrieben werden, müssen sie zum Anschluss an das Stromnetz mit einem elektronischem Vorschaltgerät oder Netzteil betrieben werden. Diese sind aber in den LED Lampen meistens schon integriert.

Der Wirkungsgrad im Bezug auf die Lichtausbeute ist bei LEDs um einiges besser als bei Glühlampen. So nimmt eine LED Lampe mit der gleichen Helligkeit wie eine 100 Watt Birne nur ca. 19 Watt auf. Zudem ist die Lebensdauer einer LED um ein vielfaches höher als die der Glühbirnen. Die anfänglich höheren Anschaffungskosten amortisieren sich also durch niedrigen Stromverbrauch und länge Haltbarkeit schon nach kurzer Zeit.

Einsatzgebiete

Während in den Anfangszeiten der LED Lampen noch die Lichtfarbe mehr ins bläuliche ging und somit als kaltes Licht empfunden wurde, gibt es mittlerweile auch eine warm-weiße Lichtfarbe. Für das eigene Heim eigenen sich unter anderem die Osram LED Lampen sehr gut und es stehen sogar Produkte zur Verfügung, die eine herkömmliche Glühbirne „simulieren“ bzw. ähneln. Die Lampen bestehen dort aus einem Glaskörper und die Glühwendel wird mittels mehrererLEDs nachgebildet. Sogar die Bauform klassischer Leuchtstoffröhren werden heutzutage mit LED-Technik angeboten. Durch die elektronischen Vorschaltgerät lassen sich die Lampen auch stufenlos von 0-100% dimmen.

Ein weiteres, sehr interessantes Einsatzgebiet ist die Verlegung sogenannter LED Streifen. Bei dieser Variante sind die einzelnen LEDs nicht in einem Lampenkörper montiert, sondern sind auf einem flexiblen Band fixiert, das meistens noch selbstklebend ist. Dadurch lassen sich die LEDs an Stellen montieren, an denen herkömmliche Lampen nicht platzierbar wären.

Ihre wahre Stärke spielt die LED-Technik aber im Smart Home aus. Hier können mittels App oder den entsprechend smarten Bediengeräten verschiedene Lichtszenen vorgegeben werden und automatisiert an- und abgeschaltet werden. Durch die Verwendung von Multi-Color-LEDs können verschiedene Farb-Stimmungen durch die Lampen erzeugt werden, die man mit herkömmlichen Glühbirnen nicht darstellen könnte.

Kurzum: den alten Glühbirnen muss niemand mehr hinterher trauern. In Punkto Technik, Energieverbrauch, Lebensdauer, Wirtschaftlichkeit und Einsatzmöglichkeiten sind die LED Lampen den Glühlampen weit überlegen.

Welche Kryptowährungen gibt es ?

Wenn man sich über Kryptowährungen unterhält, dann bringen die meisten Menschen das Thema mit Bitcoins in Verbindung. Dabei ist der Bitcoin nur einer unter vielen digitalen Währungen. Es gibt derzeit weit über 800 verschiedene Kryptowährungen (Stand September 2017). Welche Währungen ihr (aus meiner Sicht) genauer beobachten solltet, liste ich nachfolgend auf.

Die 5 wichtigsten Kryptowährungen

Die Liste der folgenden 5 digitalen Währungen basiert auf der Größe der Marktkapitalisierung.

Platz 1 – Bitcoin

Der unumstrittene Star unter den Kryptowährungen und ist in punkto Bekanntheitsgrad und Marktkapitalisierung mit weitem Abstand vorne. Aktuell sind 16,5 Mio. Bitcoins „geschürft“ und im Umlauf und bei einem Preis von ca. 4500 $ liegt die Marktkapitalisierung bei etwa fast 75 Mrd. $.

Platz 2 – Ethereum

Vom Gesamtvolumen her ist der Ether mit ca. 32,5 Mrd. $ noch weit hinter Bitcoins, aber im Handelsvolumen fast ebenbürtig. Auch der Preis ist mit aktuell 340 $ noch im Rahmen. Jedoch erfuhr der Ether seit Jahresanfang einen regelrechten Boom, da er im Januar noch mit 8 $ gehandelt wurde und somit jetzt das 40-fache kostet. Eine Besonderheit sind auch die sogenannten Smart Contracts, die ebenfalls im Ethereum-Netzwerk implementiert sind.

Platz 3 – Bitcoin Cash

Von 0 auf 3 – so kann man die Entstehung von dem Bitcoin-Ableger Bitcoin Cash beschreiben. Anfang August spaltet sich Bitcoin Cash von der Bitcoin-Blockchain ab. Jeder der Bitcoins hatte, besaß zu dem Zeitpunkt auch Bitcoin Cash und muss sich nun entscheiden, was er weiter benutzt. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwas über 10 Mrd. $.

Platz 4 – Ripple

Ripple hatte vor kurzem noch Platz 3 inne und liegt mit 8 Mrd. $ nun knapp hinter Bitcoin Cash. Ripple bietet in erster Linie einen Handelsplatz und das zugehörige Zahlungs-Netzwerk. Die Kryptowährung wird hier Ripples oder XRP genannt. Eine Besonderheit der Währung ist, dass diese nicht geschürft werden, sondern von der Gesellschaft Ripple Labs ausgegeben werden.

Platz 5 – Litecoin

Schon relativ weit abgeschlagen liegt Litecoin mit 4 Mrd. auf Platz 5, trotzdem ist der Coin für Anleger interessant. Der Litecoin basiert technisch auf dem Bitcoin-Mechanismus, jedoch werden hier Blöcke 4-mal schneller erzeugt, was sich in einer schnelleren Transaktionszeit niederschlägt.

Weitere interessante Kryptowährungen

Die folgenden Währungen sind von der Marktkapitalisierung eher untergeordnet, trotzdem sollte man sich diese mal anschauen:

Neo

Neo (oder vorher unter dem Namen Antshares bekannt) ist die erste OpenSource-Blockchain aus China. Neben der Währung an sich sind auch Verträge damit handelbar und Neo steht somit in Konkurrenz zu Ethereum.  Diese Verträge können mit unter anderem mit C# geschrieben werden und sind somit mit einer weit verbreiteten Sprache programmierbar.

Dash

Dash liegt derzeit auf Platz 7 der Marktkapitalisierung, aber es hat einen Vorteil gegenüber den anderen digitalen Währungen: hier werden mehrere einzelne Transaktionen vermischt und als eine Transaktion in die Blockchain gesteckt (stark vereinfacht erklärt). Dadurch werden die Transaktionen anonym und die Privatsphäre verbessert.

Fazit zu den Kryptowährungen

Welche Kryptowährung man kaufen und handeln möchte, ist letztendlich Geschmacksache und jeder muss für sich die passende Währung finden. Bei Bitcoin profitiert man von der starken Marktkapitalisierung und den vielfältigen Handelsmöglichkeiten, bei Ethereum stehen die Smart Contacts im Vordergrund und Dash garantiert (fast) anonymen Zahlungsverkehr. So hat jede Währung seine Eigenheiten, ein Blick auf die neuen Währungen lohnt sich aber allemal.

Noch was in eigener Sache: Um Bitcoins zu kaufen oder zu handeln, könnt ihr euch bei hier bei Coinbase anmelden. Über den Link erhaltet ihr (und ich) 8 € gratis beim ersten Kauf eurer Bitcoins. Probiert’s einfach mal aus und eventuell ist das der Startschuss zu einem kleinen Vermögen 😉 (P.S.:das ist keine Handelsaufforderung !)

Wer Ethereum handeln möchte, der findet Infos dazu hier.

Diese 3 Dinge würde ich beim Start eines Blogs nicht mehr machen

Die Internetadresse https://gerhardy.net hatte ich schon vor etlichen Jahren registriert und eigentlich ging es mir in erster Hinsicht nur um die Domain-Endung für die Email-Adressen. Ab und zu habe ich dann auch etwas mit der Homepage experimentiert, aber es war nie was Ernstes. Das hat sich seit ca. 4 Monaten geändert und mittlerweile habe ich schon einige Beiträge veröffentlicht. Ich bin zwar noch nicht so erfahren, trotzdem möchte ich mal 3 Tipps für den Start eines Blogs weitergeben. Nebenbei gibt es derzeit einen Aufruf auf blogmojo.de, auf der die Erfahrungen von Bloggern für Anfänger gesammelt werden.

1. Zu viele PlugIns installiert

Der Blog läuft unter WordPress und das ist meiner Meinung auch das am einfachsten zu bedienende System. Außerdem lässt es sich fast beliebig mit kostenlosen sowie kommerziellen Plugins nach eigenen Wünschen konfigurieren bzw. erweitern. Allerdings habe ich davon am Anfang auch exzessiv gebraucht gemacht und habe alles installiert, was sich irgendwie gut anhörte oder was man vielleicht irgendwann einmal gebrauchen würde. Das Problem ist, dass sich einige Plugins in die Quere kommen, andere können nicht parallel verwendet werden und mit zunehmender Anzahl wird das System langsamer und instabiler. Daher sollt man sich vorher Gedanken machen und informieren, was man für seine zukünftige Blogger-Arbeit braucht. Einige Plugins habe ich ja schon hier vorgestellt.

2. unbearbeitete Bilder verwenden

Klar, auf einen Blog gehören natürlich Bilder, denn ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Zu Beginn habe ich einfach Bilder zu einem Artikel mit dem Smartphone geschossen und dann direkt hochgeladen. Eventuell noch etwas im Webbrowser zugeschnitten, mehr aber nicht. Das führt aber leider dazu, dass die Bilder extrem groß sind und der Nutzer eventuell lange auf das zu ladende Bild warten muss. Außerdem sieht Google es auch nicht gerne, wenn große Bilder verwendet werden. Dies wird auch bei Google Analytics angemerkt und verschlechtert wohl den PageRank. Des Weiteren habe ich mir nun auch angewöhnt, die Bildnamen vernünftig zu benennen und zu taggen. Auch dies führt zu einem besseren Suchergebnis und man selbst kommt ebenfalls besser mit einem aussagekräftigen Namen zurecht, als z.B. mit IMG_0815.jpg.

3. einen Redaktionsplan erstellen

Meiner Meinung nach ist es wichtig, regelmäßig Artikel oder neue Seiten zu veröffentlichen. Gerade am Anfang kann es sein, dass man auf einmal über viele Themen schreiben möchte und wenn es dann soweit ist, fällt einem nichts vernünftiges mehr ein. Außerdem ist es nicht ratsam, an einem Tag 3 Artikel zu posten und dann ist wieder längere Zeit keine Aktivität. Selbst wenn man nur seine Veröffentlichungen am Anfang in Excel koordiniert, kann man sehr schön die Timeline seiner Artikel planen. Seit kurzem benutze ich das Online-Tool Trello um Ideen zu sammeln und grafisch darzustellen, welche Artikel noch in Bearbeitung sind und welche veröffentlicht wurden. Da muss aber jeder seinen eigenen Weg finden.

 

3 Tipps für den Start eines Blogs

Das waren meine 3 Tipps oder Dinge, die ich wohl anders gemacht hätte, wenn ich mir vorher mal Gedanken gemacht hätte oder wenn ich’s vorher besser gewusst hätte. Vielleicht hilft es ja einem und kann die gewonnene Zeit direkt in seinen Blog investieren.

 

Was ist ein Bitcoin Wallet ?

In regelmäßigen Abständen werden in den Finanznachrichten Berichte über Hochstände bei Bitcoins berichtet. Treiber dieser Entwicklung ist in erster Hinsicht China und seit kurzem auch Indien, hierzulande ist man bei Bitcoins eher noch zurückhaltend. Das liegt wohl auch daran, die Krypto-Währung sehr volatil ist.

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro) Währung

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart
Kursanbieter: Bitcoin.de

Was macht die Bitcoin Wallet?

Die Bitcoin Wallet verhält sich analog zur realen Geldbörse. Dort werden die Bitcoins verwaltet und können versendet bzw. empfangen werden. Wie im echten Leben auch bedeutet ein Verlust der Wallet (z.B. durch Vergessen des Passworts), das auch die enthaltenen Bitcoins verloren sind. Ebenso können bei einer Online-Wallet im Falle einer Insolvenz alle Bitcoins dahin sein. Daher sollte man auf eine Bitcoin Wallet setzen, die sich lokal installieren lässt:

  • Bither (iOS / Android  / Mac / Windows)
  • bread wallet (iOS / Android)
  • Airbitz Bitcoin Wallet (iOS / Airbitz)

Im Weiteren wird hier die bread wallet verwendet. Nachdem die App installiert wurde, kann man auswählen, ob eine neue oder bestehende Wallet angelegt werden bzw. wiederhergestellt werden soll. Danach muss eine  Wiederherstellungs-Wortfolge generiert werden. Diese dient zur Wiederherstellung, falls das Handy verloren wird. Im Anschluss wählt man einen persönlichen Zugangscode aus. Danach hat man Zugriff auf 2 Bildschirmseiten. Auf einer sieht man einen QR-Code. Dieser kann von anderen gescannt werden, wenn an die eigene Wallet Bitcoins geschickt werden sollen. Darunter finden man die aktuelle Bitcoin-Adresse, die man für den Empfang per Mail oder SMS verschicken kann. Mit jeder erhaltenen Zahlung verändert sich die aktuelle Adresse, alte Adressen bleiben jedoch gültig. Auf der zweiten Seite kann man eine QR-Code scannen, falls man Bitcoins versenden möchte. Darunter gibt es einen Link, um Bitcoin-Adressen aus der Zwischenablage zu kopieren und dann Coins an diese Adresse zu senden.

Wo bekomme ich Bitcoins her ?

Am besten lässt man sich welche schicken 😉 Da dies aber keiner freiwillig machen wird, kann man sich Bitcoins über einen Markplatz/Börse kaufen. Am sichersten kauft man die Coins über einen deutschen Anbieter, z.B. über bitcoin.de. Bei der Anmeldung durchläuft man die typischen Anmeldefenster wie Name, Wohnort und Handynummer. Zur Sicherheit wird noch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung angelegt, d.h. man bekommt zusätzlich zum Passwort bei der Anmeldung eine Tan per Email geschickt. Danach muss noch ein Bankkonto angegeben und verifiziert werden. Sollte man ein Kunde der Fidor-Bank sein, kann man darauf zurückgreifen und sofort loslegen. Im Anschluss kann man auf dem Marktplatz Bitcoins ver- bzw. ankaufen. Über die verschiedenen Filter- und Suchoptionen kann man den gewünschten Bitcoin-Anbieter auswählen und das Gebot annehmen. Nachdem der Transfer als bezahlt markiert wurde, wird die Überweisung angewiesen und die Bitcoins werden dem Online-Konto gut geschrieben.

Um die Coins die Bitcoin-Wallet zu transferieren, klickt man in bitcoin.de auf Auszahlung und gibt seine Empfängeradresse aus der App an. Danach muss die Transaktion noch bestätigt werden. Jetzt liegen die Bitcoins lokal in der Wallet/Smartphone und können von da aus weiter transferiert werden.

Wer ohne große Registrierung Bitcoins kaufen möchte, kann auch per Überweisung bei Anycoin Direct Kryptowährungen kaufen. Die Coins werden dann direkt nach Zahlungseingang an die Wallet gesendet.

 

 

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Ach klar, war ja Vollmond

Welche Kraft hat der Vollmond ?

Gestern war es mal wieder soweit: es war Vollmond. Alle 29,5 Tage liegen bei einigen Menschen die Nerven blank, weil der Vollmond ungeahnte Kräfte auf die Natur und Menschen ausübt ausüben soll. Das der Mond ein Kraft auf seine Umgebung auswirkt, stimmt tatsächlich. Genauso wie die Erde und alle anderen Massen übrigens auch. Beschrieben hat das vor langer Zeit ein gewisser Herr Isaac Newton mit folgender Formel:

    \[ F = G \frac{m_1 m_2}{r^2} \]

Kurz gesagt ziehen sich 2 Massen in Abhängigkeit ihrer Entfernung mehr oder weniger stark an.

Erde-Mensch-Vollmond

Ein Mensch auf der Erdoberfläche steht also in Wechselwirkung zu Erde, Mond und sich selbst und im Prinzip auch mit allem um ihn herum, aber das vernachlässigen wir hier mal.

Was passiert physikalisch ?

Also erstmal die Kraft zwischen Mensch und Erde:

Die Erde hat ein Masse von 5,972 \cdot 10^{24} kg und für den Mensch nehmen wir beispielhaft mal 80 kg an. Zur Vereinfachung nehmen wir die Erde als Punktmasse an, die Distanz zwischen Erdmittelpunkt und Mensch beträgt in etwa r = 6.371,0 km. Jetzt fehlt nur die Konstante G = 6,67408 \cdot 10^{-11} \frac{m^3}{kg \cdot s^2}. Als Ergebnis resultiert eine Kraft von F = 785,572 N.

Dieselbe Formel wenden wir jetzt auf Mensch und Mond an. Der Mond hat eine Masse von 7,35 x 10^{22} kg und eine durchschnittliche Entfernung von 384.403 km.Aus der Formel ergibt sich dann eine Kraft von F = 0,00266 N.Das entspricht einer Beeinflussung durch den Mond von 0,27 Gramm.Das kann es also nicht sein, da z.B. jede Nahrungsaufnahme oder Stuhlgang eine größere Auswirkung auf die menschliche Anziehungskraft hat. Selbst wenn man sich die Fingernägel schneidet, wirkt sich das kräftemässig stärker aus, als die Kraft vom Mond. Und ich habe noch niemanden gehört, der gesagt hat: „Mist, ich hab‘ mir die Nägel geschnitten und danach habe ich so schlecht geschlafen.“

Was noch hinzukommt: egal ob Neu-, Halb- oder Vollmond, der Mond ist immer da und ändert seine Masse nicht, d.h. die Kraft wirkt mehr oder weniger immer gleich. Der einzige Unterschied ist der Helligkeitsunterschied bei den einzelnen Mondphasen. Jetzt ist aber so, dass die Lichtausbeute vom Mond relativ klein ist und unsere künstlich erschaffenen Lichtquellen den Mond bei weitem übertreffen. In einer klaren Nacht bringt’s der Vollmond gerade mal auf  0,25 Lux. Zum Vergleich: eine Kerze in 1m Abstand erzeugt 1 Lux. Jede Aussenlampe vor dem Haus hätte demnach mehr Einfluss als der Mond.

Fazit

Ich will hier keinen davon abbringen sich nach dem Mond zu richten. Wenn jemand danach lebt und sich damit wohl fühlt, dann ist das absolut legitim. Bedenklich finde ich es nur, wenn man z.B. verschriebene Medikamente nicht nimmt, weil der Mond was dagegen hat oder man sich OP-Termine nach dem Mondkalender auswählt.

 

© 2017 Michael Gerhardy

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