Feuerplatte

DIY: Grill-Highlight auf der Feuerplatte

Der BBQ- bzw. Grill-Markt wächst derzeit rasant und so kommen auch die unterschiedlichen Geräte auf den Markt – z.B. die Feuerplatte. Natürlich kann man die Geräte fertig kaufen, aber es macht doch vielmehr Spaß sich solche Utensilien selbst zu bauen. Der Aufbau der Feuerplatte ist relativ einfach und immer gleich: als Grundkörper dient ein Zylinder (in der Regel ein Fass), einen Feuerkorb und eine Stahlplatte.

Der Unterbau der Feuerplatte

Als Basis dient ein (altes) Ölfass mit einem Fassungsvermögen von ca. 210 l. Der Durchmesser beträgt bei dieser Größe ca. 570 mm, das Fass ist in etwa 860 mm hoch und bietet somit eine gute Arbeitshöhe. Bei eBay gibt es immer günstige gebrauchte Fässer, schaut euch einfach mal dort um.

In dem Fass wird nachher ein Feuerkorb oder ähnliches eingebaut, wo das Holz zum Grillen und erhitzen der Stahlplatte abgebrannt wird. Damit das Feuer genug Luft für die Verbrennung bekommt, müssen Lüftungsschlitze in den unteren Bereich geschnitten werden (Stichwort Kamineffekt). In meinem Fall habe ich 4 Öffnungen mit den Maße 110 x 60 mm in das Fass geschnitten. Am besten benutzt ihr dazu eine Stichsäge mit Metallsägeblatt. Damit man sich nicht an den scharfen Kanten schneidet, deckt man diese am Schluss mit einem Kantenschutzband ab.

Lüftungsschlitze Feuerplatte

Jetzt geht’s an die Feuerstelle im Fass. Man kann sich einen fertigen Feuerkorb aussuchen, günstiger und genauso gut funktioniert es aber mit einer ausrangierten Waschmaschinen-Trommel. Damit die Trommel im oberen Bereich  des Fasses hängen bleibt, werden 4 Löcher über Kreuz in das Fass gebohrt. Die Löcher sollten einen Durchmesser von 11 mm haben, damit man durch diese Gewindestäbe mit 10 mm Durchmesser durchschieben kann. Bevor die Löcher gebohrt werden, solltet ihr die Höhe ausmessen, damit die Waschmaschinentrommel nicht über die Oberkante des Fasses hinausragt.

Halterung für Feuerstelle

Die Waschmaschinentrommel kann dann einfach auf die Gewindestäbe abgelegt werden.

Feuerstelle der Feuerplatte

 

Das Wichtigste – die Feuerplatte

Die Feuerplatte  benötigt als Bratfläche eine Stahlplatte, die man auf das Fass legt. Dazu muss die Platte natürlich größer als der Fassdurchmesser sein. Bewährt hat sich als Abmaße der Platte ein Durchmesser von 1000m mit inneren Öffnung von 200 mm. Durch die Öffnung kann man später Holz nachlegen. Als Dicke sollte 5-6 mm ausreichen. Am besten fragt ihr bei mittelständischen Maschinenbauunternehmen an, ob die euch eine solche Stahlplatte herstellen können. Meine Stahlplatte ist etwas kleiner im Durchmesser und mit 18 mm dreimal so dick, dafür habe diese aber extrem günstig bekommen.

Wenn die Feuerplatte neu ist, muss sie vor der ersten Verwendung eingebrannt werden. Dazu erhitzt ihr die Feuerplatte wie im normalen Betrieb und reibt sie mehrmals mit Rapsöl ein (oder ihr verwendet die gleiche Einbrennpaste für einen Dutch Oven). Dadurch entsteht eine Patina auf der Oberfläche, die wie eine Art natürliche Antihaft-Beschichtung wirkt. Nach dem Einbrennen könnt ihr dann loslegen und euer erstes Grillevent auf der Feuerplatte starten.

Feuerplatte beim ersten Einbrennen

Wie man unschwer auf dem Bild sieht, hat das Fass seinen alten Farbanstrich verloren. Das kam daher, da ich das Fass komplett freigebrannt habe, da es bei Anlieferung nicht komplett sauber war. Das Fass wird aber in Kürze einen komplett neuen Anstrich mit hitzebeständiger Farbe bekommen, dann gibt’s hier nochmal ein kurzes Update.

Die Gewindestäbe könnt ihr kürzen und mit Muttern sichern oder ihr besorgt euch vorgefertigte Griffe und steckt diese darauf. Dann könnt ihr eure Feuerplatte daran schnell wegtragen, falls es mal regnen sollte.

Viel Spaß beim Nachbauen !

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