Bitcoins Archive - Michael Gerhardy

Schlagwort: Bitcoins

Welche Kryptowährungen gibt es ?

Wenn man sich über Kryptowährungen unterhält, dann bringen die meisten Menschen das Thema mit Bitcoins in Verbindung. Dabei ist der Bitcoin nur einer unter vielen digitalen Währungen. Es gibt derzeit weit über 800 verschiedene Kryptowährungen (Stand September 2017). Welche Währungen ihr (aus meiner Sicht) genauer beobachten solltet, liste ich nachfolgend auf.

Die 5 wichtigsten Kryptowährungen

Die Liste der folgenden 5 digitalen Währungen basiert auf der Größe der Marktkapitalisierung.

Platz 1 – Bitcoin

Der unumstrittene Star unter den Kryptowährungen und ist in punkto Bekanntheitsgrad und Marktkapitalisierung mit weitem Abstand vorne. Aktuell sind 16,5 Mio. Bitcoins „geschürft“ und im Umlauf und bei einem Preis von ca. 4500 $ liegt die Marktkapitalisierung bei etwa fast 75 Mrd. $.

Platz 2 – Ethereum

Vom Gesamtvolumen her ist der Ether mit ca. 32,5 Mrd. $ noch weit hinter Bitcoins, aber im Handelsvolumen fast ebenbürtig. Auch der Preis ist mit aktuell 340 $ noch im Rahmen. Jedoch erfuhr der Ether seit Jahresanfang einen regelrechten Boom, da er im Januar noch mit 8 $ gehandelt wurde und somit jetzt das 40-fache kostet. Eine Besonderheit sind auch die sogenannten Smart Contracts, die ebenfalls im Ethereum-Netzwerk implementiert sind.

Platz 3 – Bitcoin Cash

Von 0 auf 3 – so kann man die Entstehung von dem Bitcoin-Ableger Bitcoin Cash beschreiben. Anfang August spaltet sich Bitcoin Cash von der Bitcoin-Blockchain ab. Jeder der Bitcoins hatte, besaß zu dem Zeitpunkt auch Bitcoin Cash und muss sich nun entscheiden, was er weiter benutzt. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwas über 10 Mrd. $.

Platz 4 – Ripple

Ripple hatte vor kurzem noch Platz 3 inne und liegt mit 8 Mrd. $ nun knapp hinter Bitcoin Cash. Ripple bietet in erster Linie einen Handelsplatz und das zugehörige Zahlungs-Netzwerk. Die Kryptowährung wird hier Ripples oder XRP genannt. Eine Besonderheit der Währung ist, dass diese nicht geschürft werden, sondern von der Gesellschaft Ripple Labs ausgegeben werden.

Platz 5 – Litecoin

Schon relativ weit abgeschlagen liegt Litecoin mit 4 Mrd. auf Platz 5, trotzdem ist der Coin für Anleger interessant. Der Litecoin basiert technisch auf dem Bitcoin-Mechanismus, jedoch werden hier Blöcke 4-mal schneller erzeugt, was sich in einer schnelleren Transaktionszeit niederschlägt.

Weitere interessante Kryptowährungen

Die folgenden Währungen sind von der Marktkapitalisierung eher untergeordnet, trotzdem sollte man sich diese mal anschauen:

Neo

Neo (oder vorher unter dem Namen Antshares bekannt) ist die erste OpenSource-Blockchain aus China. Neben der Währung an sich sind auch Verträge damit handelbar und Neo steht somit in Konkurrenz zu Ethereum.  Diese Verträge können mit unter anderem mit C# geschrieben werden und sind somit mit einer weit verbreiteten Sprache programmierbar.

Dash

Dash liegt derzeit auf Platz 7 der Marktkapitalisierung, aber es hat einen Vorteil gegenüber den anderen digitalen Währungen: hier werden mehrere einzelne Transaktionen vermischt und als eine Transaktion in die Blockchain gesteckt (stark vereinfacht erklärt). Dadurch werden die Transaktionen anonym und die Privatsphäre verbessert.

Fazit zu den Kryptowährungen

Welche Kryptowährung man kaufen und handeln möchte, ist letztendlich Geschmacksache und jeder muss für sich die passende Währung finden. Bei Bitcoin profitiert man von der starken Marktkapitalisierung und den vielfältigen Handelsmöglichkeiten, bei Ethereum stehen die Smart Contacts im Vordergrund und Dash garantiert (fast) anonymen Zahlungsverkehr. So hat jede Währung seine Eigenheiten, ein Blick auf die neuen Währungen lohnt sich aber allemal.

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Wer Ethereum handeln möchte, der findet Infos dazu hier.

Blockchain – Die Grundlage der Bitcoins

Liest man Artikel über die Kryptowährung Bitcoin kommt man unweigerlich auch mit dem Begriff Blockchain in Berührung. Eine genauere Erklärung darüber bleibt aber meistens aus. Da die Blockchain-Technologie die Grundlage der Bitcoins bildet, schadet es mit Sicherheit nicht, wenn man weiß, wie die Bitcoins verwaltet werden.

Die Idee hinter Bitcoin

Im derzeitigen Währungssystem laufen Transaktionen wie z.B. Geld überweisen über Banken ab. Die Rechner  sind nach außen hin abgeschottet und nicht für die Öffentlichkeit einsehbar. Die Daten liegen mehr oder weniger zentral bei der Bank. Dies ist gegenüber der Verwaltung der Bitcoins ein riesengroßer Unterschied. Transaktionen werden in einer dezentralen Datenbank über ein Peer-To-Peer-Netzwerk abgeglichen und  gespeichert. Das heißt, die Daten bzw. die Datenbank liegt auf vielen Rechner oder Servern.

Was ist die Blockchain ?

Am besten versteht man den Aufbau und die Funktionsweise der Blockchain an einem Beispiel einer Überweisung von Bitcoins zwischen zwei Personen. Um Bitcoins zu verwalten, braucht man zwingend eine Wallet. Wie man sich eine Wallet einrichtet und erste Bitcoins erwirbt, wurde schon in „Was ist ein Bitcoin Wallet“ erklärt. In der Wallet werden die eigenen Adressen verwaltet, die jeweils aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel bestehen. Die Adresse zum Empfang der Bitcoins wird aus dem öffentlichen Schlüssel mittels Hash-Funktion generiert, mit dem privaten Schlüssel verwaltet man seine Bitcoins. Nehmen wir an, dass John 2 Bitcoins an Jane senden möchte. Dazu gibt man in der Wallet die Empfänger-Adresse und den zu versendenden Betrag an. Zu diesen Ausgangsdaten wird noch eine Referenz hinzugefügt, woher Jane ihre Bitcoins hat und wo die Bitcoins hergekommen sind. Die Transaktion wird nun noch mit dem privaten Schlüssel signiert und an das Netzwerk versendet. Der erste Netzwerk-Knoten der diese Daten empfängt, prüft ob genügend Bitcoins zum versenden vorhanden sind, ob die Transaktion schon vorhanden ist und ob die Signatur gültig ist. Ist die Transaktion gültig, wird sie an soviel Knoten wie möglich weitergeleitet.

Wozu benötigt man das Mining ?

Durch das Mining werden Transaktionen in die Blockchain aufgenommen. Dazu sammeln die Mining-Netzwerkknoten mehrere Transaktionen und fassen diese in einem Block zusammen. Zu dem Transaktionsblock wird noch ein Zeitstempel, der Hash-Wert des vorangegangen Blocks und eine noch zu bestimmende Zahl, die Nonce genannt wird, mit abgespeichert. Auf dieses Datenpaket wird dann zweimal der SHA-256-Algorithmus angewendet. Dieser Hash-Wert muss kleiner als ein vorgegebener Wert sein. Ist der berechnete Wert größer als der vorgegebene Wert, erhöht der Mining-Knoten die Nonce. Und das solange, bis die Hash-Funktion einen Wert kleiner als der vorgegebene Wert ist. In der Regel wird ca. alle 10 Minuten ein gültiger Wert von den Minern gefunden. Falls dieser Wert abweicht, weil z.B. mehr Rechenleistung im Netz zur Verfügung steht, wird der vorgegebene Zielwert verkleinert. Dies geschieht durch eine größere Anzahl an benötigten Nullen am Anfang des gesuchten Hash-Wertes.

Vom Block zur Blockchain

Wenn ein Miner einen gültigen Block gefunden hat, veröffentlicht er diesen im Netzwerk. Im Gegensatz zum Finden eines gültigen Blocks ist das Überprüfen des Blocks für die anderen Teilnehmer eine leichte Aufgabe. Da in dem Block der Hash-Wert des Vorgängers enthalten ist, bildet sich so eine fortlaufende Kette von Blöcken, die Blockchain. Erst wenn der Block in die Blockchain aufgenommen wurde, ist die Transaktion und in dem Fall die Überweisung des Betrags abgeschlossen.

Blockchain_GueltigerBlock

Jetzt kann es aber vorkommen, dass zwei Miner zur gleichen Zeit einen gültigen Block finden. In diesem Fall verzweigt die Blockchain erstmal. Sobald ein Zweig aber länger wird als alle anderen, werden die kürzeren Zweige verworfen. Da fortlaufend Daten angehängt werden, wächst die Kette kontinuierlich an. Aktuell beträgt die Größe ca. 140 GB.

Blockchain: Verzweigung der Blockchain

Was bekommt man für das Minen?

Da das Finden von gültigen Blöcken eine rechenintensive Aufgabe ist, die für das Verwalten der Blockchain aber entscheidend ist, muss dafür ein Anreiz geschaffen werden. Zum einen erhalten die Miner einen kleinen Betrag als Transaktionsgebühr von dem Sender der Überweisung, zum anderen bekommen die Miner für jeden eingetragenen Block derzeit 12 Bitcoins. Diese Belohnung halbiert sich aber mit der Zeit und bei 21 Millionen geschürften Bitcoins ist damit Schluss, voraussichtlich wird das im Jahr 2140 passieren. Danach sollen die Transaktionen nur durch die Gebühren am Laufen erhalten werden.

Wer mit Bitcoins und Co starten möchte, empfehlen ich den Link zu dem Onlinehändler Coinbase. Mit Klick auf den Link erhältst du und ich 10 $ Rabatt bei Kauf von Bitcoins.

Was ist ein Bitcoin Wallet ?

In regelmäßigen Abständen werden in den Finanznachrichten Berichte über Hochstände bei Bitcoins berichtet. Treiber dieser Entwicklung ist in erster Hinsicht China und seit kurzem auch Indien, hierzulande ist man bei Bitcoins eher noch zurückhaltend. Das liegt wohl auch daran, die Krypto-Währung sehr volatil ist.

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro) Währung

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart
Kursanbieter: Bitcoin.de

Was macht die Bitcoin Wallet?

Die Bitcoin Wallet verhält sich analog zur realen Geldbörse. Dort werden die Bitcoins verwaltet und können versendet bzw. empfangen werden. Wie im echten Leben auch bedeutet ein Verlust der Wallet (z.B. durch Vergessen des Passworts), das auch die enthaltenen Bitcoins verloren sind. Ebenso können bei einer Online-Wallet im Falle einer Insolvenz alle Bitcoins dahin sein. Daher sollte man auf eine Bitcoin Wallet setzen, die sich lokal installieren lässt:

  • Bither (iOS / Android  / Mac / Windows)
  • bread wallet (iOS / Android)
  • Airbitz Bitcoin Wallet (iOS / Airbitz)

Im Weiteren wird hier die bread wallet verwendet. Nachdem die App installiert wurde, kann man auswählen, ob eine neue oder bestehende Wallet angelegt werden bzw. wiederhergestellt werden soll. Danach muss eine  Wiederherstellungs-Wortfolge generiert werden. Diese dient zur Wiederherstellung, falls das Handy verloren wird. Im Anschluss wählt man einen persönlichen Zugangscode aus. Danach hat man Zugriff auf 2 Bildschirmseiten. Auf einer sieht man einen QR-Code. Dieser kann von anderen gescannt werden, wenn an die eigene Wallet Bitcoins geschickt werden sollen. Darunter finden man die aktuelle Bitcoin-Adresse, die man für den Empfang per Mail oder SMS verschicken kann. Mit jeder erhaltenen Zahlung verändert sich die aktuelle Adresse, alte Adressen bleiben jedoch gültig. Auf der zweiten Seite kann man eine QR-Code scannen, falls man Bitcoins versenden möchte. Darunter gibt es einen Link, um Bitcoin-Adressen aus der Zwischenablage zu kopieren und dann Coins an diese Adresse zu senden.

Wo bekomme ich Bitcoins her ?

Am besten lässt man sich welche schicken 😉 Da dies aber keiner freiwillig machen wird, kann man sich Bitcoins über einen Markplatz/Börse kaufen. Am sichersten kauft man die Coins über einen deutschen Anbieter, z.B. über bitcoin.de. Bei der Anmeldung durchläuft man die typischen Anmeldefenster wie Name, Wohnort und Handynummer. Zur Sicherheit wird noch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung angelegt, d.h. man bekommt zusätzlich zum Passwort bei der Anmeldung eine Tan per Email geschickt. Danach muss noch ein Bankkonto angegeben und verifiziert werden. Sollte man ein Kunde der Fidor-Bank sein, kann man darauf zurückgreifen und sofort loslegen. Im Anschluss kann man auf dem Marktplatz Bitcoins ver- bzw. ankaufen. Über die verschiedenen Filter- und Suchoptionen kann man den gewünschten Bitcoin-Anbieter auswählen und das Gebot annehmen. Nachdem der Transfer als bezahlt markiert wurde, wird die Überweisung angewiesen und die Bitcoins werden dem Online-Konto gut geschrieben.

Um die Coins die Bitcoin-Wallet zu transferieren, klickt man in bitcoin.de auf Auszahlung und gibt seine Empfängeradresse aus der App an. Danach muss die Transaktion noch bestätigt werden. Jetzt liegen die Bitcoins lokal in der Wallet/Smartphone und können von da aus weiter transferiert werden.

Wer ohne große Registrierung Bitcoins kaufen möchte, kann auch per Überweisung bei Anycoin Direct Kryptowährungen kaufen. Die Coins werden dann direkt nach Zahlungseingang an die Wallet gesendet.

 

 

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