Blogger-Jahresrückblick 2019

Blogger-Jahresrückblick 2019

Was macht man im Dezember traditionell? Richtig, man blickt auf das vergangene Jahr zurück. Und deshalb gibt es wie all die Jahre (gut, es sind bisher nur 3) wieder einen Rückblick über mein Blogger-Jahr 2019. Ich will nicht all zuviel vorwegnehmen, aber gerade im Bereich Instagram ist es dieses Jahr sehr gut gelaufen – zum Leidwesen meines Blogs. Das hat er nicht verdient und für 2020 gelobe ich hier Besserung. Ich weiß zwar noch nicht genau wie, aber zwischen den Jahren werde ich mir mal so einen Art Business-Plan machen und schauen, wie ich das ganze Social-Media-Gedöns und meinen Blog unter einen Hut bekomme. Also starten wir mal chronologisch…

Der Start in 2019

Direkt im Januar stand schon das erste größere Treffen unter dem Namen „BDF“ mit ein paar „Grillverrückten“ an. BDF = Beef Destruction Festival, wobei im Nachhinein das Beef auch durch Beer ersetzt werden könnte. Der Kontakt kam über Instagram zustande (vielen Dank an Tina , schaut mal auf ihrem Blog vorbei) und so fuhr ich dann am 19. Januar nach Ulmen in die Eifel. Dort war ein relativ großes Ferienappartment mit mehreren Zimmern von @rub_grill_eat_repeat angemietet worden und so wurde einigs an dem Tag an Beef und Beer vernichtet. Hat auf jeden Fall Bock gemacht und so konnte man einige Instagramer auch mal live treffen.

Die erste Grillmeisterschaft in 2019

Der Februar stand dann ganz im Zeichen der anstehenden Grillmeisterschaft in Sindelfingen. Wir hatten uns mit der BBCrew Hunsrück für die württembergische Grillmeisterschaft angemeldet und deshalb gab es im Vorfeld einiges an Probegrillen. Wichtig ist bei so einer Meisterschaft auch das Einhalten der GBA-Regeln, daher hatten wir auch einige Abstimmungsrunden (dazu aber gleich mehr). Die Vorgaben, was gegrillt werden soll, waren folgende:

  1. Bratwurst – wurde von unserem Spezialisten Mario übernommen
  2. Zu doof zum Jagen – also vegetarisch, aus unerklärlichen Gründen habe ich mich da gemeldet
  3. Surf & Turf – auf den Gang spezialisierte sich Basti
  4. Dessert – ist standardmäßig für Neas reserviert

Da wir zu fünft sind, kümmerte sich Friedbert hier um die Beilagen der Gänge. Wichtig bei so einer Meisterschaft die zeitliche Abgabe und Reihenfolge der Gänge (ich wollte es nur nochmal gesagt haben).

Der erste Ausfall

Am Tag vor der Meisterschaft ging es ans Beladen des Busses, d.h. Gas-Grills und Feuerplatte sowie alle persönlichen Kochutensilien wurden verstaut. Dann die Hiobs-Botschaft: Friedbert hatte sich eine dicke Erkältung eingefangen und konnte krankheitsbedingt nicht mit. Also kurz noch die Zubereitung der Beilagen abgeklärt, die mussten wir unter uns 4 aufteilen. War zwar schade, aber sollte irgendwie hinhauen. Als alles fix und fertig verpackt war, gab es noch ein besonderes Schmankerl. Mario hatte eine Dose Surströmming* bekommen, die wir feierlich bei mir auf der Terasse öffneten. Alter Vatter, was für ein Gestank. Da aber alle Hochachtung an Bassi, der hat sogar ein Stück probiert – ich hätte da im Strahl gekotzt.

Grillteam BBCrew Hunsrück

Am nächsten Tag ging es dann in aller Frühe los und wir fuhren auf die BBQ-Messe nach Sindelfingen. Platz und Zelt wurden gestellt und so bauten wir unseren Stand auf. Nach kurzer Zeit kam dann auch die Messe-Leitung und sagte, dass unser Käptn demnächst zur Teambesprechung Bescheid bekommt. War aber nicht so und Neas kam dann auch prompt zu spät. Egal, weiter im Programm hieß es dann und wir bekamen die bereitgestellten Produkte für das Surf & Turf. Allerdings dachten wir nicht, dass wir eine komplette Languste bekommen würden. Ok, müssen wir halt etwas improvisieren. Wir heizten die Grills an und machten für die Platte Feuer, da kam der nächste Rückschlag. Ein Kontrolleur von der Messe fragte im Vorbeigehen nach Feuerlöscher und Wassereimer und stürzte sich dann schnurstracks auf unsere Gasgrills. „Tja, so können sie hier nicht grillen. Sie haben keinen Druckminderer mit Doppelmembran* und keinen Schlauchknickschutz. Ich muss die Grills stilllegen“ Wie bitte? Im Ernst? Wo sollen wir denn an einem Sonntagmorgen um 9:00 Uhr die Teile besorgen? Aber die Rettung für die Situation war schon in Form des warmherzigen Kontrolleurs anwesend: „Ich habe drüben in der Messe einen Stand, an dem können sie die Teile kaufen. Müssen sie aber nicht, sie können natürlich auch woanders kaufen!!“ Klar, sonntags morgen ist ja die Hauptvertriebszeit für solche Produkte und die werden einem ja quasi nachgeschmissen. Ok, Bassi und Mario machten sich dann auf den Weg zum Messestand das barmherzigen Doppel-Membran-Druckminderer-Samariter und kauften dort die dringend benötigten Teile.

Ein weiterer Rückschlag…

Dann gings los, wir waren im Wettkampfmodus. Mario fing mit dem ersten Gang an, hier nochmals Danke an den Landhof Nied für die Bereitstellung der Bratwürste und ich unterstützte etwas bei der Rosenkohl-Beilage. Punktgenau richteten wir an und gaben die Jury-Teller zur Bewertung ab. Erster Gang Bratwurst, Haken dran. Jetzt kam der zweite vegetarische Gang. Ich hatte mir einen vegetarischen Burger überlegt, bei dem der Patti aus Blumenkohl besteht. Darunter etwas Auberginen-Creme und oben getoppt mit karamellisierten Zwiebeln, Fake-Bacon und einer Chipotle-Mayo. Dazu sollte es einen gebratenen Salat aus Paprika und Frühlingszwiebeln geben. Beim Salat bekam ich Unterstützung von Mario und Bassi, allerdings muss ich an meinen Anweisungen arbeiten – liegt aber daran, dass ich selbst nicht so sicher war, wie ich den Salat haben wollte. Trotzdem war alles in der Zeit fertig und wir gaben die Juryteller ab. Während wir an unserem Stand gerade etwas durchschnauften, kam irgendein Unsympath an unseren Show-Teller und betonte lautstark und überaus schadenfroh: „Haha, ihr habt den falschen Gang abgegeben. Surf & Turf war dran. 0 Punkte, ihr seid Letzter“. Wir standen alle da und wussten gar nicht was abgeht. Was will der eigentlich von uns? Wir haben doch nicht die Gänge vertauscht? Oder doch? Neas meinte nach einer gefühlten Ewigkeit, dass es wohl doch sein könnte. Wir holten den Ordner mit dem Regelwerk und da kam auch schon der Jury-Marshall: „Ich sehe schon, ihr schaut in den Regeln nach. Ihr habt leider den falschen Gang abgegeben.“.

Weitermachen

Das war’s dann…leider verkackt, keine Chance mehr auf eine gute Platzierung. Eigentlich könnten wir aufhören, aber wir wollten uns noch anständig verabschieden und machten außerhalb der Wertung weiter. Das Dessert würde ja auf jeden Fall noch bewertet werden können. Also brachte Bassi noch seinen Surf&Turf-Gang sehr gut auf den Teller, aber ohne offizielle Wertung. Danach gab Neas nochmal alles für seinen Dessert-Gang. Etwas geknickt bauten wir dann unsere Grills mit den neuen Druckminderer ab und gingen zur Preisverleihung. Mario belegt mit seinem Bratwurst-Gang einen guten Mittelplatz, Gang 2 und 3 natürlich jeweils den letzten Platz. Einen Erfolg hatten wir aber dann doch: Neas belegt mit seinem Dessert den 3. Platz, absolut verdient, denn er bekam schon am Stand viel Lob dafür.

Siegerehrung mit Neas

Jetzt noch das Bitterste für mich: 2 von der Jury kamen an unseren Tisch und sagten mir, dass der vegetarische Burger eine hohe Punktzahl bekommen hätte. So eine Sch…..wir hätten bestimmt im gesamten gut abschneiden können. Aber aus Schaden wird man klug, das passiert uns bestimmt nicht mehr. Trotzdem war es ein super Tag und den ließen wir bei ein paar Bier ausklingen. Aber es geht auf jeden Fall weiter mit den Meisterschaften nächstes Jahr, seid gespannt.

Eigentlich standen im Sommer 2 weitere Grillmeisterschaften an, aber aufgrund zahlreicher Absagen der Grillteams mussten die Meisterschaften in Großniedesheim/Rheinland-Pfalz und Bexbach/Saarland abgesagt werden.

Beim Rest der ersten Jahreshälfte lag deshalb das Augenmerk auf den SocialMedia-Kanälen und so habe ich auf Instagram mein hoch gestecktes Ziel erreicht: 10.000 Follower. Allerdings stagniert die aktuelle Follower-Zahl bei 10,3 k, ist also für das neue Jahr auf jeden Fall ausbaubar. Ich muss aber auch sagen, dass es im Moment bei Instagram sehr schwierig ist, da die Reichweite sehr stark schwankt Beiträge nicht mehr so verteilt werden wie früher. Mal schauen, was das neue Jahr hier bringt…

Die zweite Jahreshälfte

Beim Start in die zweite Jahreshälfte gab es gleich zu Beginn den Grillgeräte-Overload. Ich durfte zum einen einen Infrarot-Gasgrill testen (hier gehts zum Artikel) und dann gewann ich einen weiteren Gasgrill über einen Wettbewerb auf Instagram von Marcel Felix aka bbqlicate. Dort sollte man ein Gericht mit dem Tonki-Kong-Gewürz* kreieren und die besten Ideen wurden zur Abstimmung online gestellt. Heer nochmal ein dickes Dankeschön an Alle, die mich unterstützt haben. Der erste Preis ging an mich!! Das Gewinner-Gericht seht ihr hier: es war ein Pfannkuchen, gewürzt mit TonkiKong und gefüllt mit Spargel und Steak-Streifen.

Tonki-Kong Pfannkuchen

Im August ging es als Besucher zur deutschen Grillmeisterschaft nach Fulda. Mit Kind und Kegel im Gepäck schauten wir uns den Wettbewerb der Amateur- und Profi-Teams aus der Nähe an und so konnte ich mir auch einige Inspirationen für zukünftige Grill-Events holen. Wer noch nicht da war, sollte unbedingt mal vorbeischauen, dort gibt es immer was zu sehen. Vielleicht schaffen wir es ja mal mit unserer Truppe als Teilnehmer dorthin.

Anfang September war der Besuch der Spoga-Gafa in Köln geplant. Normalerweise fahren wir mit der BBCrew dahin, um uns neue Grilltrends anzuschauen, aber dieses Jahr war ich an dem gemeinsamen Termin verhindert und so fuhr ich mit meiner Frau dahin. Die Messe war ganz interessant, aber dort laufen auch viele bekannte Gesichter aus den sozialen Netzwerken herum. Und wie sollte es anders sein – über Instagram verabredeten wir uns noch kurz mit Missy von Missy’s Kitchen. Wenn auch nur ein kurzer Plausch war, Missy ist einfach supersympatisch und es hat uns sehr gefreut, dass wir sie mal live getroffen haben.

Ende September stand dann ein weiteres Blogger-Treffen statt. Das Event fand in Freiburg statt und stand unter dem Motto „Bier & Blog“ und sollte zeigen, dass Freiburg mehr zu bieten hat als guten Wein. Organisiert wurde das Treffen von Angelina (übrigens hat sie einen tollen Blog) und wir machten im Vorfeld noch aus, das ich ein Blog-Artikel über meinen Freiburg-Besuch schreibe. Den kompletten Artikel lest ihr hier, zusammengefasst war es ein super Tag, an dem man viele tolle Blogger kennengelernt hat. Vor allem das Konzept der Craftbeer-Brauer von Decker-Garage fand ich richtig super und wer mal in Freiburg ist, sollte dort vorbeischauen. Es lohnt sich.

Bier-Tasting in der Decker Garage

Im Oktober stand dann unser Familienurlaub auf dem Programm. Hat erstmal nichts mit meinen Online-Aktivitäten zu tun, aber der Kontakt zu dem Ferienappartment, in dem wir wohnten, kam über Instagram zustande. Ich folge schon länger Nadines Hüsli am Belchen und wir entschieden uns relativ spontan, dass wir im Herbst dort mal Urlaub machen sollten. Die Gegend ist wirklich traumhaft schön und man Einiges dort unternehmen. Obwohl das Wetter nicht ganz optimal war, konnten wir einiges unternehmen und können die Unterkunft nur weiterempfehlen. Mittlerweile gibt es dort ein neu gebautes Chalet, das großartig eingerichtet ist und super ausschaut. Schaut’s euch mal an.

Jahresendspurt

Im November war’s dann nochmal kurz stressig, aber durchaus positiver Stress. Ich habe ja das ganze Jahr über Kooperationen mit Firmen durchgeführt, aber am Jahresende kam mein persönliches Highlight. Über Katharina Schneider von Foodblogliebe durfte ich für Löwensenf 2 weihnachtliche Rezepte entwickeln, die im Dezember auf der Homepage veröffentlicht wurden. Einmal war der Star neben dem Senf ein Schweinefilet, beim 2. Gericht wurde Kabeljau verarbeitet. Zeitlich war es wegen privaten Terminen alles sehr knapp, aber es hat riesig Spaß gemacht. Auf mittelfristige Sicht könnte ich mir vorstellen, solche Arbeiten regelmäßig zu machen.

Ende November nahmen wir noch an einem absoluten Food-Highlight in Simmern teil. Katja Oertel veranstaltete in ihren SoonApartments einen vietnamesischen Abend mit Minh Ngoc Vu. Zur Vorspeise gab es superleckere Frühlingsrollen und Wantans, bevor wir uns am Tisch an den Hotpot setzten. Beim Hotpot gart man Fleisch, Gemüse & Co. in Brühe und wer Röstaromen braucht, dem steht in der Mitte eine kleine Bratfläche zur Verfügung. Es war alles megalecker. Kompliment an die Köchin und an die Gastgeberin, es war ein sehr gelungener Abend.

Und was kommt 2020?

Mit Sicherheit viele Storys und Beiträge zum Thema BBQ. Wir haben uns mit der BBCrew aktuell bei zwei Meisterschaften angemeldet, nämlich am 3. Mai in Dillenburg/Hessen und am 7. Juni in Großniedesheim/Rheinland-Pfalz. Zusätzlich kann man uns live in der „Zur grünen Au“ in Gehlweiler beim Burger-Braten zusehen. Wir dürfen dort für einen Abend leckere Burger für auch machen. Also merkt euch den Termin vor.

Generell plane ich meinen Blog mehr mit Leben zu füllen, das fängt von mehr Rezeptbeiträgen an und wird wohl auch noch etwas in Richtung Food-Fotografie gehen. Ich hätte aktuell Bock mehr in Richtung Fotografie zu machen, habe aber da noch kein richtiges Konzept. Da werde ich wohl erst noch etwas herumexperimentieren müssen. Ich habe auch schon überlegt, ob man was in Richtung YouTube machen kann. Wäre das für euch interessant? Schreibts ruhig in die Kommentare.

Ansonsten sind wieder einige Besuche auf Streetfood-Festivals geplant und natürlich haben wir uns wieder im Februar in den SoonAppartements von angemeldet – dieses Mal gibt es Sushi, ich freue mich schon jetzt wie Bolle.

 

Etepetete


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